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Landeswappen SH abgewandelt~2
Grauen und Panik in Pommern

 Es war für mich schwierig, genaue Daten über den Zeitraum von unserer Flucht aus Kumehnen am 30. Januar 1945 (dem “Tag der Machtergreifung”, an dem 12 Jahre später die “Wilhelm Gustloff” mit 5.384 Menschen an Bord unterging) und dem 31. Dezember 1945 zu ermitteln. Da könnten sich Fehler eingeschlichen haben.
 Für Kinder hat Zeit keine Wichtigkeit. Deshalb habe ich nach manchen Daten und auch Ortsbezeichnungen in Dokumenten vielfältiger Art suchen müssen.
 Eingeprägt haben sich aber in schlimmen, aber auch versöhnlichen Bildern viele Momente, Menschen und Orte, aber selten die dazu gehörigen Daten. Doch beim Schreiben wurden auch manche Zusammenhänge wieder deutlich.

 Besonders in den letzten Jahren meines Lebens ist mir bewusst geworden, welch ein Geschenk es ist, sein Leben zu haben und es mit anderen Menschen teilen zu können. Die “Zeit von Not und Elend” in Pommern war schlimm. Doch für mich gehörte sie zur Schule des Lebens. Im Griechisch-Unterricht des Hermann-Tast-Gymnasiums in Husum lernte ich den Satz: “Der nicht geschundene Mensch wird nicht erzogen.” Wie wahr!
 Aber auch Dankbarkeit ist da: Ich habe seit meiner Geburt in keiner Nacht unter freiem Himmel schlafen müssen, auch nicht in der schlimmen Zeit in Pommern. Ich habe Menschen gesehen, die stumm in verschneiten Gräben schliefen. Mama sagte damals: “Komm weg, Lothar. Die sind tot.”

Unsere Flucht 1945-46
In Pommern1945~1

Unsere beiden Aufenthaltsorte
in Altjärshagen und
auf einem Bauernhof bei Varzin
bis zum Herbst 1945

10. Februar 1945

Mit dem Lazarettzug von Danzig nach Schlawe

Text folgt!  

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11. Februar 1945

Zu Fuß von Schlawe nach Neujärshagen

Text folgt!

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Dienstag, 6. März 1945

”Jetzt nix mehr Germanski, jetzt Russki!”

In diesem Hause in Altjärshagen erlebten wir den Einzug der russischen Armee.     Pommern_02~2

Weiterer Text folgt!

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Im März 1945

G P U - Grauen, Panik, Untergang

Text folgt!

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Im März 1945

Schlafen im Backhaus

Text folgt!

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Im April 1945

Getrieben wie Tiere zum Lager Varzin

Zu Fuß durch Schlawe nach Hohenzollerndorf (Zollbrück, Hammermühle, Varzin)

Weiterer Text folgt!

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8. Mai 1945

Der Krieg ist aus. Das merkt doch keiner!

Wir Kinder mussten schuldlos unsere Heimat verlassen.
Der Frieden erreichte uns nicht.

Wir waren

SCHUTZ

los

Wir badeten aus,
was die Nazis uns eingebrockt hatten.

Diktatur

MACHT

los

RECHT

los

HEIMAT

los

Dawei, dawei!

ZEIT

los

Uri, Uri!

Wir waren nicht

ZIEL

los

Wir wollten nach Westen!
Wir wollten frei leben.
Wir wollten sicher leben.
Alles dies konnten uns nur die Amerikaner und Engländer garantieren.

Demokratie

Am 9. Mai 1945 - dem ersten Friedenstag -
war vom Frieden bei uns in Pommern nichts zu spüren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    Weiterer Text folgt!

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Im Sommer 1945

Bei einer pommerschen Bäuerin erhalten wir Zuflucht.

Verstecken im Wald  -  Verbotene Kornernte mit Dreschflegeln auf der Tenne  -  Die Russen kommen!

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Im Oktober 1945

Vertrieben aus Pommern in eine Bauernstube in Warsin in der Uckermark (Sowjetische Besatzungszone)

“Ähnlich war es auch in Pommern, wo die Bevölkerung meist in der Mitte dar Ortschaften, mitunter sogar in der Kirche zusammengetrieben wurde. Von dort ging es im Fußmarsch zum nächsten Verladebahnhof, wo entweder geschlossene Transporte zusammengestellt oder einzelne Güterwagen an fahrplanmäßige Züge angehängt wurden. Sammellager war ab Oktober 1945 das Grenzübergangslager Scheune bei Stettin, wohl das berüchtigste aller Vertriebenenlager, wo im Herbst 1945 und auch noch im Frühjahr 1946 Gewalttaten, Plünderungen und Willkürakte einzelner Polen und Milizangehöriger an der Tagesordnung waren.”  AUS:  Hans-Dieter Arntz

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Montag, 31. Dezember 1945 (Sylvester)

Gerettet: Papa steht in der Tür. Hurra, wir leben noch!

Text folgt!

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