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Königsberg - Lothars Geburtsstadt

1935 wurde ich in Königsberg geboren. Meine Kindheit verbrachte ich in dem Dorf Kumehnen im Samland.
Erst 1990 wurde die “Verbotene Zone” Nord-Ostpreußen für uns geöffnet.
1992 und 1999 bin ich dann mit meiner Ursel, die im masurischen Johannisburg das Licht der Welt erblickte, in meine alte Heimat gefahren. 

Als Denkmal sitzt Walther von der Vogelweide am Dom und betrauert das Schicksal der Stadt.
Hinter ihm steht nicht mehr das Schloss, sondern ein russisches Hochhaus.

Der Dom 1992 und 1999 nach Restaurierung mit erheblicher deutscher Finanzierung  - besonders durch alte Königsberger.
Ein wertvolles Kulturgut wurde gerettet.

1999

1992

Die in Kaliningrad geborenen Menschen haben eine wunderschöne Tradition eingeführt: Hochzeitspaare legen ihre Brautsträuße am Grabmal unseres deutschen Philosophen Immanuel Kant am Dom nieder. Die Hochzeitsgäste lassen die Sektkorken knallen, und alle gratulieren - wie bei uns. Das ist ein gutes Zeichen für die Versöhnung zwischen den Völkern.

1999 waren wir mit unseren Freunden Helga und Henning Peters jun. in Rauschen. Auf der Dominsel in Königsberg sagte Henning: “Wir müssen vom Dom vier Stufen heraufsteigen zum heutigen Park. Auf der anderen Seite geht’s wieder vier Stufen hinunter zum Pregel. Und unter dem Park liegen die Grundmauern des alten Königsberg, Haus für Haus.” Ob die jungen Königsberger das wissen?

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